Sehenswürdigkeit · Altstadt
Klingberg1
Neobarockes Backsteingebäude von Albert Erbe in der Hamburger Altstadt, 1906–1908 als Dienstsitz der Landherrenschaften und als Polizeiwache errichtet.
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Das ehemalige Dienstgebäude der Hamburger Landherrenschaften steht in der Hamburger Altstadt an der Depenau. Der Architekt Albert Erbe hat es zwischen 1906 und 1908 errichtet. Sein Stil ist neobarock und orientiert sich an Hamburger Bürgerhäusern des 18. Jahrhunderts.
Die Fassade besteht aus rotem Backstein und ist mit Werkstein aus Sandstein geschmückt. Wenn du vor dem Haus stehst, fallen dir zuerst der geschwungene Giebel und das reich verzierte Portal auf. Über der grünen, zweiflügeligen Tür mit dem schmiedeeisernen Oberlicht stehen zwei Figuren. Der Bauschmuck und die Portalfiguren zeigen Motive aus Landwirtschaft und Fischerei. Oben am Giebel sitzt ein Medaillon mit dem Hamburger Wappen.
Ursprünglich war das Haus zweigeteilt: Hier saß die Verwaltung der Hamburger Landgebiete und daneben eine Polizeiwache. Beide Nutzungen hatten jeweils einen eigenen Eingang und ein eigenes Treppenhaus. Als 1924 das Kontorhausviertel entstand, wurde das Gebäude in den Komplex des Chilehauses einbezogen. Die Polizei nutzte es bis 2023 als Außenstelle Klingberg des Polizeikommissariats 14.
Viele Menschen kennen die Fassade auch aus dem Fernsehen. Für die Folgen 1 bis 28 der ARD-Krimiserie „Großstadtrevier“ wurden hier Außenaufnahmen gedreht.
Das Gebäude ist als Kulturdenkmal eingetragen. Neben dem Eingang hängt eine dunkelblaue emaillierte Tafel. Sie nennt das Baujahr und den Architekten und informiert über die ursprüngliche Nutzung und den Bauschmuck.
Bilder
Eigene Aufnahmen, zuletzt September 2026 · Fotos: © Andreas Kirchner. Fotos verwenden oder beauftragen
Was es zu sehen gibt
Sieh dir vor allem das Sandsteinportal genau an. Es ist mit einer Kartusche und Ornamenten verziert, und darüber stehen zwei Figuren. Die Motive aus Landwirtschaft und Fischerei erinnern an die frühere Aufgabe des Hauses, die Verwaltung der Hamburger Landgebiete. Wenn du nach oben schaust, siehst du den geschwungenen Giebel mit dem Medaillon, das das Hamburger Wappen zeigt. Auch die Sprossenfenster im roten Backstein und die grüne Doppeltür mit dem schmiedeeisernen Oberlicht sind einen Blick wert. Auf der blauen Tafel neben dem Eingang findest du die wichtigsten Angaben zum Gebäude.
Geschichte
Zwischen 1906 und 1908 entstand das Gebäude nach Plänen von Albert Erbe. Es war der Dienstsitz der Landherrenschaften, die die Hamburger Landgebiete verwalteten, und beherbergte zugleich eine Polizeiwache. Verwaltung und Polizei hatten jeweils einen eigenen Eingang und ein eigenes Treppenhaus. 1924 wurde das Haus beim Bau des Kontorhausviertels in den Komplex des Chilehauses einbezogen. 1938 wurden die Landherrenschaften aufgelöst. Die Polizei blieb im Gebäude, zuletzt als Außenstelle Klingberg des Polizeikommissariats 14, das früher PK 12 hieß. Am 29.09.2023 endete dort um 16:00 Uhr der Dienstbetrieb, und am 30.09.2023 wurde die Außenstelle geschlossen.
Gut zu wissen
Vom Gehweg aus hast du einen guten Blick auf die Fassade und das Portal. Den Giebel siehst du besser, wenn du ein paar Schritte zurücktrittst oder das Haus schräg von der Seite betrachtest. Die blaue Informationstafel hängt direkt neben dem Eingang an der Backsteinwand.
Häufige Fragen
Wer hat das ehemalige Dienstgebäude der Landherrenschaften gebaut?
Das Gebäude hat der Architekt Albert Erbe entworfen. Gebaut wurde es von 1906 bis 1908.
Wofür wurde das Gebäude ursprünglich genutzt?
Es war der Dienstsitz der Landherrenschaften, die die Hamburger Landgebiete verwalteten. Außerdem war hier eine Polizeiwache untergebracht. Beide Bereiche hatten einen eigenen Eingang und ein eigenes Treppenhaus.
Wurde hier das „Großstadtrevier“ gedreht?
Ja. Für die Folgen 1 bis 28 der ARD-Krimiserie „Großstadtrevier“ wurden am Gebäude Außenaufnahmen gedreht.
Wann wurde die Polizei-Außenstelle Klingberg geschlossen?
Die Außenstelle Klingberg des Polizeikommissariats 14 wurde am 30.09.2023 geschlossen. Der Dienstbetrieb endete am 29.09.2023 um 16:00 Uhr.
Steht das Gebäude unter Denkmalschutz?
Ja. Es ist als Kulturdenkmal mit der Objekt-ID 29140 eingetragen.
Von hier aus
Rund um das ehemalige Dienstgebäude der Landherrenschaften gibt es weitere Orte, die du dir ansehen kannst.
| Ort | Richtung | Entfernung | zu Fuß | |
|---|---|---|---|---|
| Südwesten | 40 m | ca. 1 Min. | ||
| Osten | 50 m | ca. 1 Min. | ||
| Südosten | 70 m | ca. 1 Min. | ||
| Osten | 80 m | ca. 1 Min. | ||
| Südosten | 90 m | ca. 1 Min. | ||
| Südwesten | 90 m | ca. 1 Min. |
Weitere Orte bis 1 km (18)
Entfernung in Luftlinie, Gehzeit geschätzt. Der Pfeil zeigt die Richtung von Klingberg1 aus (Norden oben).
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Quellen und Aktualität
Stand 02.10.2026 · 2 Quellen
Selbst besucht und fotografiert, zuletzt im September 2026. Zuletzt bearbeitet am 2. Oktober 2026. Texte mit Unterstützung eines Sprachmodells verfasst und redaktionell geprüft.
- Wikipedia: Ehemaliges Dienstgebäude der Hamburger Landherrenschaften · de.wikipedia.org
- Polizei Hamburg: Schließung der Außenstelle Klingberg, PK14 · polizei.hamburg

