Sehenswürdigkeit · Altstadt
Hauptkirche St. Jacobi
Gotische Hallenkirche in der Hamburger Altstadt mit 125 Meter hohem Turm, der Arp-Schnitger-Orgel von 1693 und dem St.-Lukas-Altar der Malerzunft.
- Jakobikirchhof 22, 20095 HamburgAltstadt
- jacobus.de
- 53,55036° N · 10,00074° O
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Die Hauptkirche St. Jacobi steht am Jakobikirchhof in der Hamburger Altstadt. Die gotische Hallenkirche aus Backstein wird 1255 zum ersten Mal erwähnt. Der Hauptbau entstand etwa zwischen 1350 und 1400. Ihr Turm ist 125 Meter hoch.
Vom gepflasterten Platz aus sieht man, wie der Turm mit Uhr und dunklem, spitzem Helm neben dem Kirchenschiff aufragt. Das Schiff hat hohe Maßwerkfenster und ein steiles Ziegeldach, an der Wand wächst Efeu. Wenn du direkt unter dem Turm nach oben blickst, erkennst du den unteren Teil aus Backstein mit gekuppelten Rundbogenfenstern. Darüber sitzt ein dunkel verkleideter Aufsatz mit Zifferblatt und Schallöffnungen, ganz oben eine goldene Kugel auf der Spitze.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche zerstört. Die historische Ausstattung war vorher ausgelagert worden und ist deshalb erhalten geblieben. Dazu gehören zwei bedeutende Stücke: die Arp-Schnitger-Orgel von 1693 auf der Westempore und der St.-Lukas-Altar der Malerzunft von 1499.
Der Eingang liegt unter einem spitzbogigen Portal mit Rosettenfenster im Giebel. Wegweiserschilder mit der Aufschrift „Hauptkirche St. Jacobi“ führen dich dorthin. Vor dem Portal stehen oft Aufsteller, die auf Konzerte hinweisen. Auch rund um die Kirche gibt es etwas zu entdecken, zum Beispiel ein barockes Sandsteinportal mit gemeißelten Totenschädeln, Rankenwerk und der Jahreszahl 1707 im Sturz.
2021 begann eine umfassende Sanierung, die auf etwa zehn Jahre angelegt ist. Bund und Hamburg fördern sie mit jeweils 20,4 Millionen Euro.
Bilder
Eigene Aufnahmen, zuletzt September 2026 · Fotos: © Andreas Kirchner. Fotos verwenden oder beauftragen
Was es zu sehen gibt
Das wichtigste Stück der Kirche ist die Arp-Schnitger-Orgel von 1693 auf der Westempore. Sie hat 60 Register und etwa 4000 Pfeifen und gilt als größte erhaltene Barockorgel im nordeuropäischen Raum. Sieh dir auch den St.-Lukas-Altar der Malerzunft von 1499 an. Er stammt von Hinrik Bornemann, Absolon Stumme und Wilm Dedeke und stand ursprünglich im Hamburger Mariendom. Draußen lohnt sich ein Blick steil hinauf zum 125 Meter hohen Turm mit seiner goldenen Kugel. Außerdem lohnt sich ein Rundgang um den Backsteinbau: Dabei kommst du an dem barocken Sandsteinportal mit Totenschädeln und der Jahreszahl 1707 vorbei.
Geschichte
St. Jacobi wird 1255 zum ersten Mal erwähnt. Der Hauptbau entstand etwa zwischen 1350 und 1400, die Sakristei kam 1438 hinzu. Ende des 15. Jahrhunderts wurde ein viertes Schiff angefügt, und von 1587 bis 1589 entstand der Turmhelm. Bei einem Luftangriff am 18. Juni 1944 wurde die Kirche zerstört. Die historische Innenausstattung war schon vorher ausgelagert worden und blieb deshalb erhalten. Bis 1963 wurde die Kirche nach mittelalterlichem Vorbild wieder aufgebaut. Den Nachkriegsturm entwarf das Hamburger Büro Hopp & Jäger. 2021 begann eine umfassende Sanierung, die auf etwa zehn Jahre angelegt ist. Am 23. Januar 2026 gab die Gemeinde in Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt bekannt, dass der Rückbau des Turmhelms 2028 beginnen soll.
Gut zu wissen
Die Kirche liegt am Jakobikirchhof 22 in der Hamburger Altstadt. Graue Wegweiserschilder an der Backsteinwand zeigen dir den Weg zum Eingang. Hauptschiff und Südschiff sind barrierefrei zugänglich, und an der Stufe zum Altarraum gibt es eine Rampe. Es gibt eine barrierefreie Toilette. Für Menschen mit Hörgerät gibt es eine Induktionsschleife, die an den Plätzen auf der Kanzelseite im Hauptschiff funktioniert. Gemeindesaal, Sakristei, Herrensaal und Restaurierungswerkstatt sind nicht barrierefrei. Weil die Kirche saniert wird, können einzelne Bereiche eingeschränkt sein. Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website der Gemeinde.
Häufige Fragen
Wo liegt die Hauptkirche St. Jacobi?
Die Kirche liegt am Jakobikirchhof 22 in 20095 Hamburg, im Stadtteil Altstadt.
Was ist das Besondere an der Orgel von St. Jacobi?
Die Arp-Schnitger-Orgel stammt von 1693 und steht auf der Westempore. Sie hat 60 Register und etwa 4000 Pfeifen und gilt als größte erhaltene Barockorgel im nordeuropäischen Raum.
Ist die Kirche barrierefrei?
Hauptschiff und Südschiff sind barrierefrei zugänglich, an der Stufe zum Altarraum gibt es eine Rampe. Außerdem gibt es eine barrierefreie Toilette und eine Induktionsschleife an den Plätzen auf der Kanzelseite im Hauptschiff. Gemeindesaal, Sakristei, Herrensaal und Restaurierungswerkstatt sind nicht barrierefrei.
Wie hoch ist der Turm von St. Jacobi?
Der Turm ist 125 Meter hoch. Den Nachkriegsturm entwarf das Hamburger Büro Hopp & Jäger.
Wurde die Kirche im Zweiten Weltkrieg zerstört?
Ja, am 18. Juni 1944 wurde sie bei einem Luftangriff zerstört. Die historische Innenausstattung war vorher ausgelagert worden und blieb erhalten. Bis 1963 wurde die Kirche nach mittelalterlichem Vorbild wieder aufgebaut.
Von hier aus
Nach dem Besuch in St. Jacobi kannst du in der Altstadt noch weitere Orte entdecken.
| Ort | Richtung | Entfernung | zu Fuß | |
|---|---|---|---|---|
| Nordwesten | 100 m | ca. 2 Min. | ||
| Nordosten | 110 m | ca. 2 Min. | ||
| Norden | 120 m | ca. 2 Min. | ||
| Nordosten | 130 m | ca. 2 Min. | ||
| Nordosten | 150 m | ca. 2 Min. | ||
| Norden | 160 m | ca. 3 Min. |
Weitere Orte bis 1 km (18)
Entfernung in Luftlinie, Gehzeit geschätzt. Der Pfeil zeigt die Richtung von Hauptkirche St. Jacobi aus (Norden oben).
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Quellen und Aktualität
Stand 01.10.2026 · 4 Quellen
Selbst besucht und fotografiert, zuletzt im September 2026. Zuletzt bearbeitet am 1. Oktober 2026. Texte mit Unterstützung eines Sprachmodells verfasst und redaktionell geprüft.
- Hauptkirche St. Jacobi – offizielle Website · jacobus.de
- St. Jacobi – Anfahrt & Öffnungszeiten · jacobus.de
- St. Jacobi – Mobilität/Barrierefreiheit · jacobus.de
- Wikipedia: Hauptkirche St. Jacobi (Hamburg) · de.wikipedia.org





