Denkmal · Altstadt
Helmut-Schmidt-Haus
53,54959° N · 9,99863° O
- draußen
Backstein-Kontorhaus von 1938 am Speersort, bis 2016 Pressehaus genannt. Seit 1946 sitzt hier die Redaktion der „Zeit“. Der Name erinnert an Altkanzler Helmut Schmidt.
Das Helmut-Schmidt-Haus steht am Speersort 1 in der Hamburger Altstadt, dort, wo das Kontorhausviertel beginnt. Der große Backsteinbau hieß lange Pressehaus. Im Januar 2016 wurde er zu Ehren von Helmut Schmidt umbenannt. Der Altkanzler war von 1983 bis 2015 Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“ und hat jahrzehntelang in diesem Haus gearbeitet.
Die Geschichte des Gebäudes beginnt 1938. Damals wurde es nach Plänen von Rudolf Klophaus für das „Hamburger Tageblatt“ gebaut, die nationalsozialistische Zeitung der NSDAP. Den Bauschmuck gestaltete der Bildhauer Richard Kuöhl. Nach dem Krieg wurde das Haus zu einem Zentrum der Hamburger Presse. Bis in die 1960er Jahre hatten hier mehrere Verlage und Redaktionen ihren Sitz, darunter Der Spiegel, Stern und die Hamburger Morgenpost. Die Redaktion der „Zeit“ ist seit 1946 im Haus.
Wenn du über den gepflasterten Platz auf die Gebäudeecke schaust, siehst du die rotbraune Klinkerfassade mit ihren gleichmäßigen Reihen aus Sprossenfenstern. Im Erdgeschoss fallen die Rundbögen auf. An der Fassade stehen mehrere Schriftzüge „DIE ZEIT“, auf dem Dach wehen an Fahnenmasten blaue Fahnen. So ist von außen gut zu erkennen, wer hier arbeitet.
Im Krieg wurde das Haus beschädigt und danach stark verändert. Zuletzt hat es die Art-Invest Real Estate modernisiert, die das Gebäude im ersten Quartal 2013 erworben hatte. Dabei wurde die Arkadengalerie zur Straße hin geschlossen, um mehr Büroflächen zu gewinnen. Das Haus hat rund 19.400 Quadratmeter Fläche. Der größte Teil sind Büros, dazu kommen Flächen für Einzelhandel und Gastronomie sowie Lager. Das Gebäude steht als Kontorhaus unter Denkmalschutz und gehört zu einem Denkmal-Ensemble.
Was es zu sehen gibt
Die Gebäudeecke wirkt am besten vom gepflasterten Platz davor. Von dort überblickst du die Klinkerfassade mit den gleichmäßigen Sprossenfenstern und den Rundbögen im Erdgeschoss. Achte auf die Schriftzüge „DIE ZEIT“ an der Fassade und auf die blauen Fahnen auf dem Dach. Interessant ist auch die Lage: Das Haus markiert den Eingang zum Kontorhausviertel. Von hier aus kannst du gut weitere Backsteinbauten der Gegend erkunden.
Geschichte
Das Gebäude entstand 1938 nach einem Entwurf von Rudolf Klophaus für das „Hamburger Tageblatt“, die nationalsozialistische Zeitung der NSDAP. Bei der Grundsteinlegung war Propagandaminister Joseph Goebbels anwesend. Den Bauschmuck schuf der Bildhauer Richard Kuöhl. Im Krieg wurde das Haus beschädigt und danach stark verändert. Nach dem Krieg zogen mehrere Verlage und Redaktionen ein, darunter Der Spiegel, Stern und die Hamburger Morgenpost. Sie blieben bis in die 1960er Jahre. Die Redaktion der „Zeit“ arbeitet seit 1946 im Haus. Bis 2016 hieß das Gebäude Pressehaus. Im Januar 2016 wurde es nach Helmut Schmidt benannt, der von 1983 bis 2015 Herausgeber der „Zeit“ war. Nachdem Art-Invest das Haus im ersten Quartal 2013 erworben hatte, wurde es modernisiert. Die Pläne dafür kamen von LH-Architekten und Matthias-Arndt Architekten. Dabei wurde die Arkadengalerie zur Straße hin für zusätzliche Büroflächen geschlossen.
Gut zu wissen
Das Helmut-Schmidt-Haus ist vor allem ein Bürogebäude und Redaktionssitz. Am meisten hast du von der Fassade, die du von außen ansiehst. Im Haus gibt es auch Flächen für Einzelhandel und Gastronomie. Die Adresse ist Speersort 1, das Gebäude reicht aber auch an die Curienstraße und den Kattrepel. Vor dem Haus gibt es Verkehr, eine Ampel und eine Ladezone. Pass also auf, wenn du für Fotos auf die Straße trittst.
Häufige Fragen
Warum heißt das Gebäude Helmut-Schmidt-Haus?
Im Januar 2016 wurde das Haus zu Ehren von Altkanzler Helmut Schmidt umbenannt. Er war von 1983 bis 2015 Herausgeber der „Zeit“ und hat jahrzehntelang in dem Haus gearbeitet.
Wie hieß das Gebäude früher?
Bis 2016 hieß es Pressehaus.
Wer hat das Helmut-Schmidt-Haus gebaut?
Das Gebäude entstand 1938 nach einem Entwurf von Rudolf Klophaus. Den Bauschmuck gestaltete der Bildhauer Richard Kuöhl.
Welche Redaktionen hatten hier ihren Sitz?
Die Redaktion der „Zeit“ ist seit 1946 im Haus. Nach dem Krieg saßen hier bis in die 1960er Jahre außerdem Der Spiegel, Stern und die Hamburger Morgenpost.
Steht das Helmut-Schmidt-Haus unter Denkmalschutz?
Ja. Das Gebäude ist als Kontorhaus ein eingetragenes Kulturdenkmal mit der Denkmal-ID 11812 und gehört zum Ensemble 29912.
Von hier aus
Das Helmut-Schmidt-Haus liegt am Eingang zum Kontorhausviertel, deshalb findest du in der Altstadt ganz in der Nähe weitere Orte, die sich gut mit einem Besuch verbinden lassen.
| Ort | Richtung | Entfernung | zu Fuß | |
|---|---|---|---|---|
| Nordwesten | 120 m | ca. 2 Min. | ||
| Nordwesten | 130 m | ca. 2 Min. | ||
| Norden | 170 m | ca. 3 Min. | ||
| Nordosten | 190 m | ca. 3 Min. | ||
| Nordosten | 270 m | ca. 4 Min. | ||
| Nordosten | 310 m | ca. 5 Min. |
Weitere Orte bis 1 km (8)
| Ort | Richtung | Entfernung | zu Fuß | |
|---|---|---|---|---|
| Nordosten | 330 m | ca. 5 Min. | ||
| Westen | 360 m | ca. 6 Min. | ||
| Nordosten | 370 m | ca. 6 Min. | ||
| Nordosten | 390 m | ca. 6 Min. | ||
| Osten | 540 m | ca. 9 Min. | ||
| Nordwesten | 540 m | ca. 9 Min. | ||
| Osten | 540 m | ca. 9 Min. | ||
| Nordwesten | 540 m | ca. 9 Min. |
Entfernung in Luftlinie, Gehzeit geschätzt. Der Pfeil zeigt die Richtung von Helmut-Schmidt-Haus aus (Norden oben).
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