Sehenswürdigkeit · Altstadt
Hulbe-Haus
53,55051° N · 9,99750° O
- draußen
Das Hulbe-Haus an der Mönckebergstraße ist ein Backsteinbau von 1910–1911 in Formen der niederländischen Renaissance, auf dessen Dach eine vergoldete Kogge sitzt.
Das Hulbe-Haus, auch Kunstgewerbehaus Hulbe genannt, steht an der Mönckebergstraße 21 in der Hamburger Altstadt. Es wurde 1910–1911 nach Plänen des Hamburger Architekten Henry Grell (1870–1937) gebaut und steht unter Denkmalschutz.
Bauherr war der Buchbinder und Lederkunsthandwerker Georg Hulbe, der hier sein Kunstgewerbegeschäft unterbrachte. Für sein Haus wählte er Formen der niederländischen Renaissance. Wenn du über den gepflasterten Platz auf das Gebäude zugehst, siehst du den hohen, geschweiften Treppengiebel mit Voluten, die Sprossenfenster und die Eckquaderung aus Sandstein, die sich hell vom dunklen Backstein abhebt. Links steht ein Rundturm mit dunkler Schieferhaube, im Erdgeschoss öffnen sich zwei verglaste Rundbögen.
Auf dem Dach sitzt eine vergoldete Kupferkogge als Wetterfahne. Das Schiff ist ein Symbol der Hanse und war zugleich Hulbes Firmenzeichen. Dokumente aus der Bauzeit, die in der Kogge lagen, befinden sich heute im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.
Einen genaueren Blick verdient auch die Fassade. Die Reliefs stammen von Hermann Perl, darunter ein Spottrelief auf Bürgermeister Mönckeberg. Anlass dafür war ein Strafverfahren von 1911 wegen einer Zeichnung, die im Schaufenster ausgestellt war.
Auf der Seite zur Fußgängerzone hin prägen ein reich verzierter, mehrgeschossiger Sandsteinerker über einem Rundbogeneingang und große Rundbogenschaufenster mit Ladengeschäften das Bild. An der Backsteinwand hängt eine dunkelblaue Emailtafel mit der Überschrift „HULBE-HAUS“ und einem Text zur Baugeschichte.
Bilder




Eigene Aufnahmen, zuletzt September 2026 · Fotos: © Andreas Kirchner.
Was es zu sehen gibt
Schau zuerst nach oben: Auf dem Dach sitzt die vergoldete Kupferkogge, ein Symbol der Hanse und Hulbes Firmenzeichen. Darunter erhebt sich der Treppengiebel mit Voluten im Stil der niederländischen Renaissance, links daneben der Rundturm mit Schieferhaube. Auf der Seite zur Fußgängerzone lohnt sich der Blick auf den reich verzierten Sandsteinerker über dem Rundbogeneingang. Achte auch auf die Fassadenreliefs von Hermann Perl, darunter das Spottrelief auf Bürgermeister Mönckeberg. Die dunkelblaue Emailtafel an der Backsteinwand gibt dir eine kurze Einführung in die Baugeschichte.
Geschichte
Das Hulbe-Haus entstand 1910–1911 nach einem Entwurf von Henry Grell. Bauherr war der Buchbinder und Lederkunsthandwerker Georg Hulbe, der im Gebäude sein Kunstgewerbegeschäft unterbrachte, daher auch der Name Kunstgewerbehaus Hulbe. Die vergoldete Kupferkogge auf dem Dach war Hulbes Firmenzeichen. 1911 kam es wegen einer im Schaufenster ausgestellten Zeichnung zu einem Strafverfahren, das zum Anlass für ein Spottrelief auf Bürgermeister Mönckeberg an der Fassade wurde. In den 1930er Jahren ging das Haus aus Hulbes Nachlass an die Verwaltungsgesellschaft A. Voss über, in den 1960er Jahren an die Erben von Alfred Voss. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, und das Staatsarchiv Hamburg verwahrt Archivgut dazu unter der Signatur 731-8_A 143 Hulbe-Haus.
Gut zu wissen
Das Hulbe-Haus steht an der Mönckebergstraße 21, 20095 Hamburg, im Stadtteil Altstadt. Die Fassade kannst du vom gepflasterten Platz vor dem Gebäude und von der Fußgängerzone aus in Ruhe betrachten. Einen guten Überblick über Giebel, Turm und Kogge hast du mit etwas Abstand vom Platz aus, Erker und Reliefs erkennst du besser aus der Nähe. Im Erdgeschoss befinden sich Ladengeschäfte hinter den Rundbogenschaufenstern. Wer sich genauer mit der Geschichte beschäftigen möchte, findet im Staatsarchiv Hamburg Archivgut unter der Signatur 731-8_A 143 Hulbe-Haus.
Häufige Fragen
Wer hat das Hulbe-Haus gebaut?
Der Entwurf stammt vom Hamburger Architekten Henry Grell (1870–1937). Bauherr war der Buchbinder und Lederkunsthandwerker Georg Hulbe, der hier sein Kunstgewerbegeschäft unterbrachte.
Wann wurde das Hulbe-Haus errichtet?
Das Gebäude entstand in den Jahren 1910–1911.
Was bedeutet die goldene Kogge auf dem Dach?
Die vergoldete Kupferkogge dient als Wetterfahne. Sie ist ein Symbol der Hanse und war das Firmenzeichen von Georg Hulbe. Dokumente aus der Bauzeit, die in der Kogge lagen, befinden sich heute im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.
Was hat es mit dem Spottrelief an der Fassade auf sich?
Die Fassadenreliefs stammen von Hermann Perl, darunter ein Spottrelief auf Bürgermeister Mönckeberg. Anlass war ein Strafverfahren von 1911 wegen einer Zeichnung, die im Schaufenster ausgestellt war.
Steht das Hulbe-Haus unter Denkmalschutz?
Ja, das Hulbe-Haus an der Mönckebergstraße 21 steht unter Denkmalschutz.
Von hier aus
Rund um die Mönckebergstraße in der Hamburger Altstadt findest du weitere Orte, die sich gut mit einem Blick auf das Hulbe-Haus verbinden lassen.
| Ort | Richtung | Entfernung | zu Fuß | |
|---|---|---|---|---|
| Südosten | 10 m | ca. 1 Min. | ||
| Nordosten | 80 m | ca. 1 Min. | ||
| Südosten | 130 m | ca. 2 Min. | ||
| Nordosten | 170 m | ca. 3 Min. | ||
| Osten | 280 m | ca. 4 Min. | ||
| Westen | 310 m | ca. 5 Min. |
Weitere Orte bis 1 km (6)
| Ort | Richtung | Entfernung | zu Fuß | |
|---|---|---|---|---|
| Osten | 330 m | ca. 5 Min. | ||
| Osten | 370 m | ca. 6 Min. | ||
| Osten | 380 m | ca. 6 Min. | ||
| Nordosten | 390 m | ca. 6 Min. | ||
| Nordwesten | 410 m | ca. 7 Min. | ||
| Nordwesten | 420 m | ca. 7 Min. |
Entfernung in Luftlinie, Gehzeit geschätzt. Der Pfeil zeigt die Richtung von Hulbe-Haus aus (Norden oben).
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