Straße · Altstadt
Zippelhaus
Das Zippelhaus ist eine Straße in der Hamburger Altstadt am Zollkanal, gegenüber der Speicherstadt. Ihren Namen hat sie von einem historischen Verkaufshaus für Gemüse.
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Das Zippelhaus ist eine Straße in der Hamburger Altstadt. Sie verläuft am Zollkanal, direkt gegenüber der Speicherstadt. Der ungewöhnliche Name kommt aus dem Niederdeutschen: „Zippel“ bedeutet Zwiebel. Benannt ist die Straße nach dem historischen Zippelhaus, das hier stand, wo heute die Straße liegt.
Das erste Zippelhaus wurde 1535 nahe der Katharinenkirche gebaut. Es war ein schmaler, einstöckiger Fachwerkbau. Die Stadt überließ ihn den Gemüsehändlerinnen aus Bardowick für eine geringe Miete „auf ewige Zeiten“ als Verkaufsstätte. Die Ewigkeit hielt allerdings nicht lange: 1674 war das Haus so baufällig, dass es durch einen Neubau ersetzt wurde. Diesen riss man 1888 für den Straßenbau ab.
Heute prägen Bauten aus den 1890er-Jahren das Zippelhaus. Besonders auffällig ist Zippelhaus 3, das Haus Rademacher, das 1890 bis 1891 nach einem Entwurf von Carl Elvers entstand. Die fünfgeschossige Fassade aus orangerotem Backstein mit hellem Stuck fällt schon von Weitem auf. In der Mitte tragen Karyatiden und Atlanten zwei Balkone mit schmiedeeisernen Gittern. Neben den Fenstern siehst du Reliefs mit Figurengruppen und dekorative Eisenanker. Zur Fassade gehören außerdem Hermen von Johannes Gutenberg und Alois Senefelder.
Direkt nebenan liegt Zippelhaus 1/2, der Katharinenhof. Er wurde ebenfalls 1890 bis 1891 gebaut, nach einem Entwurf von Hinrich Fittschen, und 1991 bis 1993 umgebaut. Etwas später entstanden das Transporthaus (Zippelhaus 4) im Jahr 1894 und der Nobelshof (Zippelhaus 5) in den Jahren 1894 bis 1895.
Wer an der Speicherstadt unterwegs ist, kann hier gut einen Blick auf die Altstadtseite des Zollkanals werfen und sich dabei Fassaden aus dem Historismus ansehen.
Was es zu sehen gibt
Am meisten lohnt sich ein Blick auf Zippelhaus 3, das Haus Rademacher von Carl Elvers. Schau dir die Balkone in der Mitte an, die von Karyatiden und Atlanten getragen werden, außerdem die Reliefs mit Figurengruppen neben den Fenstern und die Hermen von Johannes Gutenberg und Alois Senefelder. Den Eingang im hell verkleideten Erdgeschoss rahmen zwei rötliche Granitsäulen, darüber sitzt ein rundes Oberlicht mit der Hausnummer. Über dem Erdgeschoss läuft ein Fries mit einer kaum noch lesbaren Inschrift, vermutlich steht dort „…Buchdruckerei…“. Gleich daneben stehen der Katharinenhof (Zippelhaus 1/2) und weiter die Straße entlang das Transporthaus (Zippelhaus 4) und der Nobelshof (Zippelhaus 5).
Geschichte
Benannt ist die Straße nach dem historischen Zippelhaus. Es wurde 1535 nahe der Katharinenkirche errichtet, ein schmaler, einstöckiger Fachwerkbau. Die Stadt überließ das Gebäude den Gemüsehändlerinnen aus Bardowick gegen eine geringe Miete „auf ewige Zeiten“ als Verkaufsstätte. Daher stammt auch der Name, denn „Zippel“ ist das niederdeutsche Wort für Zwiebel. 1674 wurde das Haus wegen Baufälligkeit durch einen Neubau ersetzt. Auch der verschwand: 1888 wurde er für den Straßenbau abgerissen. Die heutigen Gebäude an der Straße stammen aus den 1890er-Jahren.
Gut zu wissen
Das Zippelhaus ist eine Straße in der Altstadt, die Fassaden kannst du also einfach vom Gehweg aus ansehen. Für die ganze Front von Zippelhaus 3 lohnt es sich, ein paar Schritte zurückzutreten, denn die Fassade ist fünf Geschosse hoch. Die Straße liegt am Zollkanal gegenüber der Speicherstadt, deshalb lässt sich ein Besuch gut mit einem Spaziergang dort verbinden.
Häufige Fragen
Was bedeutet der Name Zippelhaus?
„Zippel“ ist das niederdeutsche Wort für Zwiebel. Die Straße ist nach dem historischen Zippelhaus benannt, das die Stadt den Gemüsehändlerinnen aus Bardowick als Verkaufsstätte überlassen hatte.
Wo liegt das Zippelhaus in Hamburg?
Das Zippelhaus ist eine Straße in der Hamburger Altstadt (20457 Hamburg). Sie verläuft am Zollkanal gegenüber der Speicherstadt.
Gibt es das historische Zippelhaus noch?
Nein. Das erste Zippelhaus von 1535 wurde 1674 wegen Baufälligkeit durch einen Neubau ersetzt. Dieser wurde 1888 für den Straßenbau abgerissen.
Wer hat das Haus Zippelhaus 3 entworfen?
Zippelhaus 3, das Haus Rademacher, wurde 1890 bis 1891 nach einem Entwurf von Carl Elvers gebaut. An der Fassade befinden sich Hermen von Johannes Gutenberg und Alois Senefelder.
Welche anderen Gebäude stehen am Zippelhaus?
Zippelhaus 1/2 ist der Katharinenhof (1890–1891, Entwurf Hinrich Fittschen, 1991–1993 umgebaut). Dazu kommen das Transporthaus (Zippelhaus 4, 1894) und der Nobelshof (Zippelhaus 5, 1894–1895).
Von hier aus
Vom Zippelhaus aus sind es nur wenige Schritte bis zu weiteren Orten in der Altstadt und an der Speicherstadt.
| Ort | Richtung | Entfernung | zu Fuß | |
|---|---|---|---|---|
| Osten | 70 m | ca. 1 Min. | ||
| Osten | 80 m | ca. 1 Min. | ||
| Westen | 100 m | ca. 2 Min. | ||
| Südwesten | 120 m | ca. 2 Min. | ||
| Osten | 140 m | ca. 2 Min. | ||
| Osten | 150 m | ca. 2 Min. |
Weitere Orte bis 1 km (18)
Entfernung in Luftlinie, Gehzeit geschätzt. Der Pfeil zeigt die Richtung von Zippelhaus aus (Norden oben).
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Quellen und Aktualität
Stand 04.10.2026 · 2 Quellen
Selbst besucht und fotografiert, zuletzt im Oktober 2026. Zuletzt bearbeitet am 4. Oktober 2026. Texte mit Unterstützung eines Sprachmodells verfasst und redaktionell geprüft.
- Wikipedia: Zippelhaus · de.wikipedia.org
- Wikidata-Suche: Zippelhaus (Q205483) · wikidata.org